Trends für Unified Communications in 2018

Langsam aber sicher neigt sich dieses Jahr dem Ende zu. Themen wie z.B. Digitalisierung, Modern Workplace oder Cloud waren an der Tagesordnung, sei dies nun im Berufsumfeld oder sogar in den Tageszeitungen. Wie ihr euch sicher alle denken könnt, haben all diese Schlagwörter natürlich auch einen Einfluss auf Unified Communications oder anders gesagt, führt Unified Communications sogar dazu, dass eben z.B. Themen wie Modern Workplace überhaupt vorangetrieben werden können. Denn ohne entsprechende Kommunikationsinfrastruktur, wäre ein moderner Arbeitsplatz schwer vorstellbar, ja vermutlich gar nicht umsetzbar. Neben diesen eingangs erwähnten Themen, gibt es natürlich noch viele weitere Themen, welche im Jahr 2017 "heiss" diskutiert wurden. Ob all diese Themen nun im 2018 zu Trends werden, wird sich zeigen. Trotzdem möchte ich innerhalb dieses Blogs einen Blick in die Zukunft werfen und versuchen, die fünf, aus meiner Sicht, wichtigsten Trends für Unified Communications kurz zusammenzufassen.

Unified Communications aus der Cloud

Mir ist vollkommen bewusst, dass ich Unified Communications aus der Cloud bereits für 2017 als Trend gesehen habe. Das war ja auch nicht falsch, denn schlussendlich war dies sicherlich eines der grossen UC Themen im 2017. Jedoch ist der Anteil von Installationen an UC aus der Cloud oder kurz gesagt UCaaS immer noch nicht auf einem Niveau, dass UCaaS schon als Standard angesehen werden könnte. Ich bin weiterhin der Meinung, dass der Entscheid, ob UC aus der Cloud, On Premise oder als hybride Lösung betrieben wird, sehr stark von der Unternehmensgrösse abhängt. Kleinere Unternehmen können viel eher von einer kompletten UCaaS-Lösung überzeugt werden, als dies bei Grossunternehmen der Fall ist. Das kommt vermutlich davon, dass KMU's sich lieber auf deren Kernkompetenzen konzentrieren, als sich um die eigene UC-Infrastruktur kümmern zu müssen. Gleichzeitig bevorzugen Grossunternehmen eher eine On Premise oder Hybrid-Lösung, da dort ganze Teams für solch einen Betrieb verfügbar sind und dadurch gleichzeitig die Datenhoheit beim Unternehmen selber bleibt. Ich bin aber überzeugt, dass der Anteil an reinen UCaaS-Lösungen stetig zunehmen wird. Dies nur schon alleine aus dem Grund, dass immer mehr UCaaS- Anbieter auf den Markt drängen.

Hybride Lösungen

Quasi als Folgetrend für UC aus der Cloud stehen für mich die hybriden Lösungen. Denn wie oben angedeutet, gibt es viele Unternehmen, welche aus verschiedenen Gründen gar nicht alles in der Cloud haben möchten. Mit einer hybriden Lösung wird solchen Firmen die Möglichkeit gegeben, einen ersten Schritt Richtung Cloud zu machen, indem ein Teil der Unified Communications Infrastruktur On Premise ist und ein anderer Teil in der Cloud. Für Skype for Business könnte dies beispielsweise heissen, der Skype for Business Server ist weiterhin beim Kunden vor Ort, aber das Active Directory (Azure) und Exchange werden aus der Office365 Cloud bezogen. Somit kann der Kunde weiterhin die Hoheit über den eigenen Skype for Business Server behalten und gleichzeitig alles soweit vorbereiten, dass dann zum Zeitpunkt X die gesamte Infrastruktur in die Cloud verschoben werden kann. Dieser Zeitpunkt X liegt meiner Meinung nach nicht mehr allzu weit in der Zukunft. Man denke dabei nur an die beiden kompletten Cloudlösungen Microsoft Teams oder Cisco Spark. Diese werden wohl in ein paar Jahren Skype for Business, respektive Cisco On Premise Lösung ablösen.

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Collaboration Lösungen (Microsoft Teams / Cisco Spark)

Neben der klassischen Telefonie mit ein bisschen Chatten und Desktop Sharing wie es z.B. der Cisco Jabber oder der Skype for Business Client bieten, werden immer neue Features von den Tools erwartet. “Nur” telefonieren reicht nicht mehr aus. Viel mehr geht es darum, sämtliche für die Erledigung der täglichen Arbeit notwendigen Funktionen in einem Arbeitswerkzeug verfügbar zu haben. Und genau diese Anforderung können mit solchen Collaboration Lösungen, wie Microsoft Teams oder Cisco Spark, abgedeckt werden. Für einzelne Projekte können z.B. eigene Gruppen oder eben Teams eingerichtet werden, in welchen dann die gesamte Kommunikation (Audio, Video, Chat) innerhalb eines Projektes geführt werden kann und zugleich auch sämtliche benötigten Daten darin abgelegt werden können - dies alles natürlich zusätzlich zum klassischen Telefonieren. Microsoft Teams hat meiner Meinung nach einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz und zwar, dass Dateien direkt in Sharepoint oder sogar OneDrive abgelegt werden können. Somit kann direkt von Microsoft Teams aus darauf zugegriffen werden. Weiter stellen solche Collaboration Lösungen sicher, dass ein Projektmitglied über sämtliche Vorgänge informiert ist und alle notwendigen Dokumente zur Verfügung hat, auch wenn Projektmitarbeiter z.B. über die Welt verteilt sind und dadurch nicht immer zur selben Zeit am Projekt arbeiten.

Modern Workplace

Wie anfangs erwähnt, ist Unified Communications definitiv ein grosser Treiber für Modern Workplaces. Und auch Collaboration Lösungen unterstützen diesen Trend. Ich bin überzeugt davon, dass sich die Art und Weise wie wir arbeiten, in Zukunft noch viel mehr verändern wird, als wir uns dies heute vorstellen können. Es geht nicht nur darum, dass immer mehr Leute im Home-Office arbeiten, sondern eben darum wie diese Leute arbeiten. Mithilfe der UC-Werkzeuge ist es nicht mehr zwingend notwendig, dass jeder von 8:00 bis 17:00 arbeiten muss, sondern sich seine Arbeitszeit, soweit möglich, selber einteilen kann - dies zum Beispiel abgestimmt auf den Familienalltag. Doch was macht solche Arbeitsmodelle denn überhaupt einfacher als früher? Teamkollegen sehen zum Beispiel jederzeit anhand der Presence, ob ein Kollege verfügbar ist oder nicht. Wird ein One-Number Konzept genutzt, muss sich der Kollege keine Gedanken machen, auf welcher Nummer der Kollege erreichbar ist, sondern wählt einfach die eine Nummer und die UC-Lösung kümmert sich, abhängig von den Benutzereinstellungen darum, auf welchem Endgerät der Anruf landet. All diese Features ermöglichen gleichzeitig auch mobiles Arbeiten, d.h. der Mitarbeiter ist nicht an einen festen Arbeitsplatz gebunden, sondern kann, sofern er sein Arbeitsinstrument (Notebook, Tablet usw.) dabei hat, in Prinzip von überall aus arbeiten, wo der Netzwerkzugriff sichergestellt ist.

Subscription Preismodelle

Zu guter Letzt möchte ich noch ganz kurz auf einen weiteren Trend eingehen, wenn man diesen überhaupt so nennen darf und zwar auf Subscription Preismodelle. All die oben beschriebenen Trends bringen natürlich mit sich, dass UC-Lösungen in Zukunft vor allem als Subscription angeboten werden, in welcher neben dem eigentlichen UC-Service auch der Support und das Anrecht auf die jeweils aktuellsten Releases enthalten ist. Vor allem wenn Unified Communications immer mehr Richtung cloudbasierte Lösungen geht, ist ein Subscription Modell so oder so von Vorteil. Weiter bieten solche Preismodelle gegenüber dem Kunden einiges mehr an Flexibilität, indem z.B. die Anzahl User dynamisch erhöht oder gewisse Features zu Testzwecken einfach mal aktiviert werden können.


Auch wenn die Auflistung dieser Trends sicherlich nicht vollständig ist, hoffe ich, dass ich dir damit aufzeigen konnte, in welche Richtung sich der Unified Communications Markt im 2018 bewegen könnte. Selbstverständlich gibt es noch weitere Trends. Jedoch sieht jede Person, abhängig von deren Bedürfnissen, andere Trends fürs 2018 und zugleich würde die Auflistung all dieser wohl den Rahmen dieses Blogs sprengen. Deshalb schlage ich vor, wir warten mal ab und lassen uns überraschen, mit welchen neuen Features und Möglichkeiten uns die UC-Hersteller im nächsten Jahr begeistern werden.

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