Kennen Sie Cisco Spark?

Manchmal scheint es, als gebe es nur Skype for Business. Skype for Business hier, Skype for Business da, Skype for Business überall. Was machen denn eigentlich die anderen? Gibt es sie überhaupt noch? Aber sicher. Zum Beispiel Cisco, die seit einiger Zeit prominent ihr Pendant zu Microsoft Teams vermarkten: Cisco Spark. Schon mal gehört? 

Spark - auf Deutsch «Funke». Wohl, damit der Funke überspringt und ein Feuer entzündet. Spark ist ein cloudbasierter Kommunikationsdienst von Cisco. Die Basis bilden so genannte virtuelle Räume, in welchen sämtlicher Austausch erfolgt. Jeder Benutzer kann persistente Räume erstellen und andere Nutzer hinzufügen. Und man kann bestimmen, wer weitere Nutzer hinzufügen oder ausschliessen kann. Die Benutzer nutzen die Räume für Gruppenchats, Konferenzen oder Meetings. Sie verwenden dazu entweder ihre Web-Browser, oder die auf ihren PCs oder mobilen Geräten installierten Spark-Apps, mit denen sie standortunabhängig teilnehmen können.

Je nach Ausführung steht den Nutzern unterschiedliche Funktionalität zur Verfügung. Spark kommt nämlich mit einer kostenlosen Ausführung sowie drei kostenpflichtigen Varianten, die sich im Funktionsumfang unterscheiden.

Spark beinhaltet viele Funktionen, die aus ähnlichen Diensten schon einschlägig bekannt sind: Chat, Desktop-Sharing, Audio- und Video-Anrufe, Filetransfer, Single Sign-On, Exchange-Anbindung sowie analytische Funktionen und Self-Service Portale. Neu ist aber das virtuelle Whiteboard, mit welchem interaktive Skizzen während Konferenzen erstellt und ausgetauscht werden können. In diesem Zusammenhang bietet Cisco auch eine spezielle Spark Board Hardware an, auf der man mittels Touchscreen zeichnen und welche auch für Video-Übertragungen genutzt werden kann.

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Einige Unterschiede liegen auch im Kleinen. So ist es möglich, in Chats Personen zu markieren, damit diese über die Erwähnung informiert werden. Oder es gibt Vorschaumöglichkeiten für Dateien, bevor man diese herunterlädt. Oder die Möglichkeit, Chat-Nachrichten wieder löschen zu können. Und der Verzicht auf Presence-Daten; Spark beinhaltet nämlich im Unterschied zu anderen keine Presence.

Zu erwähnen ist vor allem auch die einfache Programmierschnittstelle. Diese basiert auf den bewährten RESTful Prinzipien und ist somit ziemlich einfach über HTTP zu programmieren. Für Java und JavaScript werden sogar Open Source SDKs zur Verfügung gestellt. Mit diesen lassen sich Benutzer, Räume, Teams und Mitgliedschaften verwalten, Chat-Meldungen handhaben, sowie Notifikationen bei bestimmten Ereignissen anfordern. Diese APIs ermöglichen Entwicklern weltweit nicht nur den Zugriff auf Cisco Spark, sondern sie erlauben ihnen, selber Applikationen auf Spark-Basis zu entwickeln, allerdings leider (noch) ohne Zugriff auf Calls.

Da Cisco auch eine kostenlose Version anbietet, ist es theoretisch jedermann möglich, an Spark-Kommunikationen teilzunehmen, denn dazu braucht es lediglich ein eigenes Spark Konto. Und wer keines hat, kann immer noch über das PSTN anrufen, falls dieses eingerichtet ist. Cisco bietet PSTN auf zwei Arten an:

  1. Entweder man verbindet die eigene Cisco Telefonzentrale, z.B. den Cisco Unified Communication Manager mit Spark und ermöglicht so den eigenen Benutzern PSTN Calls von der Spark Plattform aus.
  2. Oder man richtet für sein Unternehmen den PSTN-Zugang direkt in der Cloud ein. Das funktioniert bisher allerdings erst in den USA.

Gespannt darf man sein, was in Zukunft in diesem Bereich von Cisco Spark noch kommen wird. Weltweites PSTN Calling aus der Cloud sowie erweiterte APIs wären nur zwei Beispiele sinnvoller Erweiterungsmöglichkeiten.


Falls Sie noch mehr zur neuen Art von Collaboration erfahren möchten, dann nehmen Sie sich kurz Zeit und lesen den Blog meines Kollegen «Alle reden von Collaboration. Was ist mit Collaboration gemeint? Und wie kann Collaboration deine Arbeitsweise verändern?».

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